{"id":4828,"date":"2022-01-12T13:54:09","date_gmt":"2022-01-12T13:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/?page_id=4828"},"modified":"2022-01-12T16:22:11","modified_gmt":"2022-01-12T16:22:11","slug":"die-roemische-besiedlung-im-schatten-des-zirbitzkogels-neue-forschungsergebnisse","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/?page_id=4828","title":{"rendered":"Die r\u00f6mische Besiedlung im Schatten des Zirbitzkogels &#8211; neue Forschungsergebnisse"},"content":{"rendered":"<section  class='av_textblock_section av-av_textblock-0366cc7376be6c9e82a3e9cc8987b64f '   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p><strong>Die r\u00f6mische Besiedlung im Schatten des Zirbitzkogels &#8211; neue Forschungsergebnisse\u00a0<\/strong>\u00a0(\u00a9<em>Helmut Vrabec\/ISBE<\/em>)<\/p>\n<p><strong><em>Idyllische Gegend mit gro\u00dfem Forschungspotential\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_4831\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/1_Tauchendorf-Blick-auf-den-Zirbitzkogel.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4831\" class=\"size-medium wp-image-4831\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/1_Tauchendorf-Blick-auf-den-Zirbitzkogel-300x200.jpg\" alt=\"Tauchendorf, Blick auf den Zirbitzkogel\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/1_Tauchendorf-Blick-auf-den-Zirbitzkogel-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/1_Tauchendorf-Blick-auf-den-Zirbitzkogel-450x300.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/1_Tauchendorf-Blick-auf-den-Zirbitzkogel.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4831\" class=\"wp-caption-text\"><em>Tauchendorf, Blick auf den Zirbitzkogel<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Leben im Neumarkter Hochtal k\u00f6nnte man heute als relativ beschaulich bezeichnen. Nach der Gemeindestrukturreform umschlie\u00dft die Gemeinde Neumarkt in der Steiermark das gesamte Gebiet zwischen der Grenze zu K\u00e4rnten nach dem sogenannten Ein\u00f6dgraben im S\u00fcden und der Einm\u00fcndung in das Murtal im Norden bei Teufenbach sowie den etwas n\u00f6rdlich von Neumarkt abzweigenden Perchauer Sattel, der etwas weiter im Osten eine alternative Streckenverbindung nach Scheifling im Murtal bietet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwas weniger als 5000 Menschen leben in diesem Hochtal, das im Osten durch die Seetaler Alpen mit dem 2396 Meter hohen Zirbitzkogel als imposante h\u00f6chste Erhebung und im Westen durch etwas weniger schroffe H\u00f6henz\u00fcge zum Gebiet von St. Lambrecht hin umrahmt wird. Die Talbereiche selbst sind mit ihren gelegentlichen sanften Erhebungen sehr siedlungsfreundlich und beg\u00fcnstigen die Landwirtschaft. Im Talrandbereich steigt das Gel\u00e4nde zumeist nur gem\u00e4chlich zu den Gebirgsz\u00fcgen hin an. Von der malerischen Landschaft profitiert der Tourismus und die Gasth\u00f6fe sind nicht nur von Wintersportbegeisterten in den kalten Monaten sondern auch im Sommer durch landluftbegeisterte Gro\u00dfst\u00e4dter gut belegt.<\/p>\n<div id=\"attachment_4832\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2_Blick-auf-die-Pfarrkirche-Mariahof.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4832\" class=\"size-medium wp-image-4832\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2_Blick-auf-die-Pfarrkirche-Mariahof-300x200.jpg\" alt=\"Blick auf die Pfarrkirche Mariahof\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2_Blick-auf-die-Pfarrkirche-Mariahof-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2_Blick-auf-die-Pfarrkirche-Mariahof-450x300.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/2_Blick-auf-die-Pfarrkirche-Mariahof.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4832\" class=\"wp-caption-text\"><em>Blick auf die Pfarrkirche Mariahof<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es bleibt relativ ruhig im Raum von Neumarkt, abgesehen von den Autokolonnen der Pendler und Durchreisenden, die sich t\u00e4glich durch das Ortsgebiet schieben und seit Jahren die Diskussion um eine Umfahrung au\u00dferhalb des Gemeindegebiets befeuern. Hier wird die verkehrsgeographische Bedeutung des Gebietes als Schnittstelle zwischen K\u00e4rnten und dem Murtal deutlich &#8211; und das nicht erst seit der j\u00fcngeren Geschichte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der r\u00f6mischen Kaiserzeit war das Neumarkter Hochtal Teil der heute als \u201eNorische Hauptstra\u00dfe\u201c bezeichneten wichtigen Stra\u00dfenf\u00fchrung \u00fcber den Ostalpenraum. Die r\u00f6mische Trassenf\u00fchrung ist heute durch das sp\u00e4tantike Kartenwerk der <em>Tabula Peutingeriana<\/em> und das Stra\u00dfenverzeichnis des <em>Itinerarium Antonini<\/em> in gro\u00dfen Z\u00fcgen nachvollziehbar, nur die Lokalisierung der in beiden Quellen verzeichneten Stra\u00dfenstationen stellt die Wissenschaft noch vor einige R\u00e4tsel. Sicher ist aber, dass bei der Anlegung der r\u00f6mischen Stra\u00dfe auf Wegf\u00fchrungen zur\u00fcckgegriffen wurde, die zumindest bereits in der Hallstatt- und Lat\u00e8nezeit genutzt worden waren. Auch hier wird die besondere Bedeutung Neumarkts deutlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Neumarkter Gebiet bildete bereits vor der Zeitenwende den n\u00f6rdlichen Teil des wichtigen Erzabbaugebietes im Alpenraum, das sich nach S\u00fcden hin \u00fcber das G\u00f6rtschitztal bis in den Raum von H\u00fcttenberg und Knappenberg fortsetzte, wo vor allem das <a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/?page_id=4681\" target=\"_blank\"><em>H\u00f6henheiligtum auf dem H\u00fcttenberger Erzberg<\/em><\/a> noch von der Bedeutung des Bergbaus in der Gegend zeugt.<\/p>\n<p><strong><em>Terra Incognita der R\u00f6merzeit<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotz der besonderen Rolle des geographischen Gebietes wusste man lange Zeit relativ wenig \u00fcber die r\u00f6mische Besiedlung im Neumarkter Hochtal. Neben einigen Berichten von \u00fcber das gesamte Areal verstreute r\u00f6mische Einzelfunde waren es vor allem die in gro\u00dfer Zahl in die Kirchen der Gegend verbauten R\u00f6mersteine, die ein relativ dichtes r\u00f6merzeitliches Siedlungsnetz andeuteten. Dennoch wurden in der mehr als 200-j\u00e4hrigen Forschungsgeschichte erst zweimal im Neumarkter Raum eindeutig r\u00f6mische Strukturen bei arch\u00e4ologischen Grabungen aufgedeckt: 1931 legte der damalige Landesarch\u00e4ologe Walter Schmid ein Geb\u00e4ude mit einem Teil einer r\u00f6mischen Stra\u00dfe bei Wildbad s\u00fcdlich von Neumarkt frei. Im selben Jahr f\u00fchrte er au\u00dferdem eine Nachgrabung auf den Linder Feldern bei St. Marein durch und best\u00e4tigte dort eine r\u00f6mische Grabanlage, die eventuell bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt worden war. R\u00f6mische Siedlungen selbst wurden aber in keinem Fall gefunden. Das sollte sich erst vor wenigen Jahren \u00e4ndern.<\/p>\n<p><strong><em>Ein neues Forschungsprojekt nimmt Form an\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_4833\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/3_Geomagnetische-Prospektion-Oberdorf-Vockenberg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4833\" class=\"size-medium wp-image-4833\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/3_Geomagnetische-Prospektion-Oberdorf-Vockenberg-300x225.jpg\" alt=\"Geomagnetische Prospektion Oberdorf-Vockenberg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/3_Geomagnetische-Prospektion-Oberdorf-Vockenberg-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/3_Geomagnetische-Prospektion-Oberdorf-Vockenberg-450x337.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/3_Geomagnetische-Prospektion-Oberdorf-Vockenberg.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4833\" class=\"wp-caption-text\"><em>Geomagnetische Prospektion Oberdorf-Vockenberg<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund vorteilhafter Bedingungen durch einen besonders trockenen Sommer waren 2013 auf Orthofotos des Landes Steiermark im Neumarkter Hochtal\u00a0 an zahlreichen Stellen Bewuchsmerkmale unterirdischer Strukturen zu erkennen. Ein guter Teil davon wies deutlich auf Geb\u00e4ude der r\u00f6mischen Kaiserzeit hin, was in den Folgejahren Anlass zu einem gesteigerten Interesse der provinzialr\u00f6mischen Forschung in den Bezirken Murtal und Murau bot. 2021 wurde schlie\u00dflich vom Verein<em> ISBE<\/em> unter F\u00f6rderung des <a href=\"https:\/\/bda.gv.at\/de\/ueber-uns\/fachbereich\/archaeologie\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Bundesdenkmalamtes<\/em> <\/a>ein mehrj\u00e4hrig geplantes Forschungsprojekt <em>\u201eDie R\u00f6merzeit im oberen Murtal und seinen Nebent\u00e4lern\u201c <\/em>ins Leben gerufen, in dessen Rahmen der Gro\u00dfteil der entstandenen Fundverdachtsfl\u00e4chen systematisch mittels geophysikalischer Prospektionen, Surveys und auch punktueller Feststellungsgrabungen untersucht und aufgearbeitet werden sollen.<\/p>\n<div id=\"attachment_4834\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/4_Geomagnetische-Prospektion-Lessach.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4834\" class=\"size-medium wp-image-4834\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/4_Geomagnetische-Prospektion-Lessach-300x200.jpg\" alt=\"Geomagnetische Prospektion Lessach\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/4_Geomagnetische-Prospektion-Lessach-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/4_Geomagnetische-Prospektion-Lessach-450x300.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/4_Geomagnetische-Prospektion-Lessach.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4834\" class=\"wp-caption-text\"><em>Geomagnetische Prospektion Lessach<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer ersten Phase wurden sieben signifikante Fundverdachtsfl\u00e4chen im Raum des Neumarkter Hochtals in Kooperation mit der <a href=\"https:\/\/www.ardig.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Arch\u00e4ologischer Dienst GesmbH<\/em><\/a> mittels Bodenmagnetikmessungen untersucht, durchgef\u00fchrt unter der Leitung von <em>Mag. Dr. Volker Lindinger<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierbei konnten an allen Stellen die auf den Luftbildern sichtbaren Geb\u00e4udereste mit Erfolg verifiziert werden. So wurden im Anschluss die beiden vielversprechendsten Strukturen f\u00fcr weitere arch\u00e4ologische Untersuchungen ausgew\u00e4hlt &#8211; die eine in Oberdorf\/Vockenberg und die andere in Hoferdorf\/Mariahof. Auf beiden Grundst\u00fccken wurden im Zeitraum vor der im September 2021 geplanten Grabung umfassende Prospektionen mit dem Metalldetektor durchgef\u00fchrt, um erste Datierungsans\u00e4tze und etwaige Aktivit\u00e4tszonen bestimmen zu k\u00f6nnen. Bei allen Unternehmungen stellte dabei der <a href=\"http:\/\/www.historischer-arbeitskreis-neumarkt.at\/HOME\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Historische Arbeitskreis Neumarkter Hochtal<\/em><\/a> einen wichtigen Kooperationspartner dar, da dessen Mitglieder das Projekt sowohl in der Kommunikation mit den sehr interessierten Grundbesitzern als auch durch Mitarbeit vor Ort tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p><strong><em>Die r\u00f6mische Siedlung Oberdorf\/Vockenberg<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erste zweiw\u00f6chige Grabung wurde in Oberdorf bei Vockenberg durchgef\u00fchrt, einer kleinen Siedlung auf den leichten Anh\u00f6hen westlich von Mariahof. Hier schienen auf einer im Gel\u00e4nde deutlich sichtbaren Siedlungsterrasse mit Ausma\u00dfen von etwa 2,7 Hektar sowohl auf den Luftbildern als auch auf dem Messbild der Geomagnetik deutliche Spuren von Geb\u00e4uden auf.<\/p>\n<div id=\"attachment_4835\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/5_Ingrid-G\u00f6glburger-vom-Historischen-Arbeitskreis-bei-der-Detektorprospektion.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4835\" class=\"size-medium wp-image-4835\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/5_Ingrid-G\u00f6glburger-vom-Historischen-Arbeitskreis-bei-der-Detektorprospektion-300x200.jpg\" alt=\"Ingrid G\u00f6glburger vom Historischen Arbeitskreis bei der Detektorprospektion\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/5_Ingrid-G\u00f6glburger-vom-Historischen-Arbeitskreis-bei-der-Detektorprospektion-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/5_Ingrid-G\u00f6glburger-vom-Historischen-Arbeitskreis-bei-der-Detektorprospektion-450x300.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/5_Ingrid-G\u00f6glburger-vom-Historischen-Arbeitskreis-bei-der-Detektorprospektion.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4835\" class=\"wp-caption-text\"><em>Ingrid G\u00f6glburger vom Historischen Arbeitskreis bei der Detektorprospektion<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Demnach scheint es sich um eine gr\u00f6\u00dfere Siedlung zu handeln, die durch eine Wegtrasse in zwei Bereiche geteilt wird. S\u00fcdlich der Wegf\u00fchrung gruppieren sich drei Geb\u00e4ude mit Seitenl\u00e4ngen von bis zu 15 Metern, die allem Anschein nach an dieser orientiert waren. N\u00f6rdlich des Weges befindet sich der aus mehreren Geb\u00e4uden bestehende gr\u00f6\u00dfere Teil der Siedlung, die zum Teil aufgrund gro\u00dffl\u00e4chiger Anomalien im Messbild schwerer fassbar waren. So wurden im Zuge der Grabung vier kleinere Grabungsschnitte ge\u00f6ffnet, um die signifikantesten Strukturen untersuchen zu k\u00f6nnen. Die Ma\u00dfnahme wurde hierbei in der ersten Woche von Studenten der Lehrgrabung der <em>Karl-Franzens-Universit\u00e4t Graz<\/em> unterst\u00fctzt, die parallel unter der Leitung von <em>Dr. Marko Mele\/<a href=\"https:\/\/www.museum-joanneum.at\/archaeologiemuseum-schloss-eggenberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Universalmuseum Joanneum<\/a><\/em> eine Feststellungsgrabung bei dem nahen Hof vulgo <em>Anawandter<\/em> im Bereich einer pr\u00e4historischen Siedlung durchf\u00fchrten. In der zweiten Woche war der Fortschritt der Arbeiten durch zahlreiche freiwillige Helfer des <em>Arbeitskreises Neumarkter Hochtal<\/em> garantiert, wobei auch das gro\u00dfe Interesse und die freundliche Unterst\u00fctzung der Mitglieder der Grundbesitzerfamilie <em>Peinhaupt<\/em> zum Erfolg des Projektes beitrug.<\/p>\n<div id=\"attachment_4836\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/6_Siedlungsterrasse-von-Oberdorf-Vockenberg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4836\" class=\"size-medium wp-image-4836\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/6_Siedlungsterrasse-von-Oberdorf-Vockenberg-300x225.jpg\" alt=\"Siedlungsterrasse in Oberdorf-Vockenberg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/6_Siedlungsterrasse-von-Oberdorf-Vockenberg-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/6_Siedlungsterrasse-von-Oberdorf-Vockenberg-450x337.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/6_Siedlungsterrasse-von-Oberdorf-Vockenberg.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4836\" class=\"wp-caption-text\"><em>Siedlungsterrasse in Oberdorf-Vockenberg<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste Schnitt im Bereich eines Geb\u00e4udes s\u00fcdlich der Wegtrasse erbrachte Teile dessen n\u00f6rdlicher Au\u00dfenmauer sowie die Ecke einer weiteren Mauer im Innenbereich. Von beiden Mauerz\u00fcgen waren aufgrund der langj\u00e4hrigen landwirtschaftlichen Nutzung des Areals nur mehr die Fundamente erhalten, deren Bindemittel bereits v\u00f6llig ausgewittert war. Einige wenige Funde verweisen jedoch eindeutig in die r\u00f6mische Kaiserzeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiterer Grabungsschnitt im Bereich der gro\u00dffl\u00e4chigen Anomalien nordwestlich der Wegf\u00fchrung machte die topographischen Gegebenheiten noch deutlicher. Die Au\u00dfenmauern der dort aufgrund der Luftbilder erwarteten Geb\u00e4udeecke und auch eine angestellte Innenmauer waren noch gut als Trockenfundament erhalten geblieben. Die Mauern waren hier in den sterilen Boden eingetieft, der hier am h\u00f6chsten Punkt des Siedlungsplateaus bereits 30 cm unter der Humusdecke festgestellt wurde. Dieser bestand aus zum Teil stark Eisenoxid-h\u00e4ltigem Schotter und d\u00fcrfte auch die Erkl\u00e4rung f\u00fcr die gro\u00dffl\u00e4chigen Anomalien in diesem Gebiet liefern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein dritter Schnitt im Bereich einer vermuteten Einfassungsmauer und ein letzter schm\u00e4lerer Schnitt im Bereich der Wegtrasse brachten Versturzlagen von weiteren Geb\u00e4udemauern und neben einigen Fragmenten r\u00f6mischer Keramik auch eine Silberm\u00fcnze des <em>Septimius Severus<\/em> zutage. In Verbindung mit zwei weiteren Fundm\u00fcnzen aus dem Abhub des ersten Grabungsschnittes darf in Verbindung mit dem \u00fcbrigen Fundmaterial eine Besiedlungsdauer mindestens ab dem 2. Jahrhundert bis in die Mitte des 4. Jahrhunderts nach Christus angenommen werden.<\/p>\n<p><strong><em>Die r\u00f6mische Siedlung Hoferdorf\/Mariahof\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_4837\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/7_Grabungsschnitte-Oberdorf-Vockenberg.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4837\" class=\"size-medium wp-image-4837\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/7_Grabungsschnitte-Oberdorf-Vockenberg-300x225.jpg\" alt=\"Grabungsschnitte Oberdorf-Vockenberg\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/7_Grabungsschnitte-Oberdorf-Vockenberg-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/7_Grabungsschnitte-Oberdorf-Vockenberg-450x337.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/7_Grabungsschnitte-Oberdorf-Vockenberg.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4837\" class=\"wp-caption-text\"><em>Grabungsschnitte Oberdorf-Vockenberg<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten beiden Septemberwochen wurde der s\u00fcdliche Randbereich der zweiten r\u00f6mischen Siedlung in Hoferdorf westlich unterhalb der Kirche von Mariahof untersucht. Der Hauptteil der wahrscheinlich als <em>villa rustica<\/em> zu interpretierenden Anlage erstreckt sich im Talbodenbereich \u00f6stlich der heutigen Bundesstra\u00dfe \u00fcber eine Fl\u00e4che von etwa 0,6 Hektar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch hier ist im heutigen Gel\u00e4nde eine leicht erh\u00f6hte Siedlungsterrasse zu erkennen, die im s\u00fcdlichen Randbereich st\u00e4rker abzufallen beginnt. Die deutlich erkennbaren Geb\u00e4udereste verteilen sich hier auf einer langrechteckigen Fl\u00e4che, deren Schmalseite grob am heutigen Stra\u00dfenverlauf orientiert ist und die zudem von einer Mauer umschlossen wird. Die beiden gr\u00f6\u00dften Geb\u00e4udestrukturen befinden sich hierbei im nord\u00f6stlichen Bereich der Anlage: Zum Einen ein Geb\u00e4ude mit deutlichen Resten einer Innenunterteilung in mehrere R\u00e4ume und zum Anderen der mit Seitenl\u00e4ngen von 34&#215;35 Metern gr\u00f6\u00dfte &#8211; und vermutlich repr\u00e4sentative Bau im Nordosteck der Anlage. Im s\u00fcdlichen Teil des Komplexes scheinen \u00dcberreste von zumindest drei weiteren Geb\u00e4uden mit kleineren Proportionen auf. F\u00fcr die Grabungen wurde ein etwa 9&#215;10 Meter messender Bau mit Innenunterteilung in zwei unterschiedlich gro\u00dfe R\u00e4ume sowie das Areal \u00f6stlich des gr\u00f6\u00dften Geb\u00e4udes ausgew\u00e4hlt.<\/p>\n<div id=\"attachment_4838\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/8_Grabung-Oberdorf-Lehrgr\u00e4blinge-bei-der-Arbeit.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4838\" class=\"size-medium wp-image-4838\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/8_Grabung-Oberdorf-Lehrgr\u00e4blinge-bei-der-Arbeit-200x300.jpg\" alt=\"Grabung Oberdorf, Lehrgr\u00e4blinge bei der Arbeit\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/8_Grabung-Oberdorf-Lehrgr\u00e4blinge-bei-der-Arbeit-200x300.jpg 200w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/8_Grabung-Oberdorf-Lehrgr\u00e4blinge-bei-der-Arbeit-470x705.jpg 470w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/8_Grabung-Oberdorf-Lehrgr\u00e4blinge-bei-der-Arbeit-450x675.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/8_Grabung-Oberdorf-Lehrgr\u00e4blinge-bei-der-Arbeit.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4838\" class=\"wp-caption-text\"><em>Grabung Oberdorf, Lehrgr\u00e4blinge bei der Arbeit<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die vorl\u00e4ufige Konzentration auf den \u00f6stlichsten Rand des Siedlungsgebietes ergab sich aus den Grundst\u00fccksgrenzen der <em>Familie Plank<\/em>, die uns freundlicherweise die Grabungen erm\u00f6glichte und auch reges Interesse an deren Ergebnissen zeigte. Als wertvolle Unterst\u00fctzung bet\u00e4tigten sich hierbei freiwillige Mitarbeiter, die in Kooperation mit dem Verein<a href=\"https:\/\/www.archaeologie-erlebnis.eu\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em> Erlebnis Arch\u00e4ologie<\/em><\/a> die Grabungen gemeinsam mit den arch\u00e4ologischen Fachkr\u00e4ften durchf\u00fchrten.<\/p>\n<div id=\"attachment_4839\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/9_Grabung-Oberdorf-Vockenberg-Schnitt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4839\" class=\"size-medium wp-image-4839\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/9_Grabung-Oberdorf-Vockenberg-Schnitt-1-300x225.jpg\" alt=\"Grabung Oberdorf-Vockenberg Schnitt 1\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/9_Grabung-Oberdorf-Vockenberg-Schnitt-1-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/9_Grabung-Oberdorf-Vockenberg-Schnitt-1-450x337.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/9_Grabung-Oberdorf-Vockenberg-Schnitt-1.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4839\" class=\"wp-caption-text\"><em>Grabung Oberdorf-Vockenberg Schnitt 1<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf der gesamten Fl\u00e4che des Grabungsschnittes wenige Meter au\u00dferhalb s\u00fcd\u00f6stlich des repr\u00e4sentativen Geb\u00e4udes wurde eine Steinversturzlage freigelegt. Bei dieser d\u00fcrfte es sich um verst\u00fcrzte Mauerreste des repr\u00e4sentativen Baus handeln, die hier in den Randbereich der Siedlungsterrasse verlagert wurden. Weitaus ergiebiger war der zweite Grabungsschnitt im Bereich der n\u00f6rdlichen Ecke des in zwei R\u00e4ume unterteilten Geb\u00e4udes im s\u00fcd\u00f6stlichen Siedlungsbereich. Hier wurde schnell die deutlich bessere Erhaltung der Baustrukturen im Vergleich zu den Befunden aus Oberdorf deutlich. Sowohl das Fundamentmauerwerk als auch ein Teil des aufgehenden Mauerwerks waren erhalten geblieben. An einigen Stellen waren noch Reste des M\u00f6rtels aufzufinden, der in der etwa 1,6 km entfernten Siedlung Oberdorf bereits vollst\u00e4ndig ausgewittert war. Die freigelegte n\u00f6rdliche Ecke der Au\u00dfenmauer und eine sp\u00e4ter angebaute Innenmauer best\u00e4tigten hierbei die bereits auf den Luftbildern erkennbare Struktur. Innerhalb des s\u00fcdlichen, gr\u00f6\u00dferen Raumes zeugten zahlreiche Fragmente r\u00f6mischer Gebrauchskeramik sowie einige Bruchst\u00fccke reliefverzierter\u00a0<em>Terra Sigillata\u00a0<\/em>von der Siedlungst\u00e4tigkeit.<\/p>\n<div id=\"attachment_4840\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/10_Schnitt-1-Innen-und-Au\u00dfenmauer-eines-r\u00f6mischen-Geb\u00e4udes.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4840\" class=\"size-medium wp-image-4840\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/10_Schnitt-1-Innen-und-Au\u00dfenmauer-eines-r\u00f6mischen-Geb\u00e4udes-300x198.jpg\" alt=\"Schnitt 1, Innen- und Au\u00dfenmauer eines r\u00f6mischen Geb\u00e4udes\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/10_Schnitt-1-Innen-und-Au\u00dfenmauer-eines-r\u00f6mischen-Geb\u00e4udes-300x198.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/10_Schnitt-1-Innen-und-Au\u00dfenmauer-eines-r\u00f6mischen-Geb\u00e4udes-450x298.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/10_Schnitt-1-Innen-und-Au\u00dfenmauer-eines-r\u00f6mischen-Geb\u00e4udes.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4840\" class=\"wp-caption-text\"><em>Schnitt 1, Innen- und Au\u00dfenmauer eines r\u00f6mischen Geb\u00e4udes\u00a0<\/em><\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_4841\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/11_Schnitt-2-r\u00f6misches-Geb\u00e4udeeck-mit-Innenmauer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4841\" class=\"size-medium wp-image-4841\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/11_Schnitt-2-r\u00f6misches-Geb\u00e4udeeck-mit-Innenmauer-300x225.jpg\" alt=\"Schnitt 2, Ecke eines r\u00f6merzeitlichen Geb\u00e4udes mit Innenmauer\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/11_Schnitt-2-r\u00f6misches-Geb\u00e4udeeck-mit-Innenmauer-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/11_Schnitt-2-r\u00f6misches-Geb\u00e4udeeck-mit-Innenmauer-450x337.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/11_Schnitt-2-r\u00f6misches-Geb\u00e4udeeck-mit-Innenmauer.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4841\" class=\"wp-caption-text\"><em>Schnitt 2, Ecke eines r\u00f6merzeitlichen Geb\u00e4udes mit Innenmauer<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders wichtig f\u00fcr die zeitliche Einordnung der Anlage waren die zahlreichen Detektorfunde, die im Rahmen des Surveys \u00fcber mehrere Monate hinweg aufgelesen wurden. Einige Fundm\u00fcnzen sowie eine vollst\u00e4ndig erhaltene Kniefibel\u00a0<em>(Typ Jobst 13b)<\/em>\u00a0liefern wertvolle Angaben zur ungef\u00e4hren Siedlungsdauer bis in das 4. Jh. n. Chr., w\u00e4hrend eine besonders fr\u00fche Silberm\u00fcnze\u00a0<em>Marc Antons<\/em>\u00a0den Beginn der Siedlung bereits im 1. Jh. n. Chr. andeutet. Eine besondere \u00dcberraschung stellten einige wenige Scherben sowie ein Scherbenwirtel aus Graphitton dar, die bereits eine vorr\u00f6mische Besiedlung in der sp\u00e4ten Lat\u00e8nezeit annehmen lassen.<\/p>\n<div id=\"attachment_4842\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/12_Schnitt-3-Steinversturzlage.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4842\" class=\"size-medium wp-image-4842\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/12_Schnitt-3-Steinversturzlage-300x198.jpg\" alt=\"Schnitt 3, Steinversturzlage\" width=\"300\" height=\"198\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/12_Schnitt-3-Steinversturzlage-300x198.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/12_Schnitt-3-Steinversturzlage-450x298.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/12_Schnitt-3-Steinversturzlage.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4842\" class=\"wp-caption-text\"><em>Schnitt 3, Steinversturzlage<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies w\u00e4re aufgrund der vermuteten vorr\u00f6mischen Nutzung der Wegf\u00fchrung durch das Murtal und \u00fcber den Neumarkter Sattel auch durchaus nachvollziehbar. Die Anlage der vermuteten\u00a0<em>villa rustica<\/em>\u00a0von Mariahof sowie auch drei kleinere Mauergevierte auf der gegen\u00fcberliegenden Stra\u00dfenseite, die wohl die zur Ansiedlung geh\u00f6rigen Grabbezirke darstellen, sind deutlich am Verlauf der modernen Bundesstra\u00dfe ausgerichtet. Dies l\u00e4sst vermuten, dass \u00dcberreste der r\u00f6mischen Stra\u00dfentrasse wohl sp\u00e4testens beim Bau der modernen Stra\u00dfe zerst\u00f6rt oder \u00fcberlagert worden sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<div id=\"attachment_4843\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/13_Hoferdorf-Mariahof-Ergebnisse-der-geomagnetischen-Messung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4843\" class=\"size-medium wp-image-4843\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/13_Hoferdorf-Mariahof-Ergebnisse-der-geomagnetischen-Messung-300x281.jpg\" alt=\"Hoferdorf-Mariahof, Ergebnisse der geomagnetischen Messung\" width=\"300\" height=\"281\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/13_Hoferdorf-Mariahof-Ergebnisse-der-geomagnetischen-Messung-300x281.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/13_Hoferdorf-Mariahof-Ergebnisse-der-geomagnetischen-Messung-450x422.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/13_Hoferdorf-Mariahof-Ergebnisse-der-geomagnetischen-Messung.jpg 591w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4843\" class=\"wp-caption-text\"><em>Hoferdorf-Mariahof, Ergebnisse der geomagnetischen Messung<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in der kurzen Zeitspanne untersuchten r\u00f6mischen Ansiedlungen im Gebiet des Neumarkter Hochtals lieferten bereits erste, zum Teil \u00fcberraschende Ergebnisse und erweitern das bis dahin eher l\u00fcckenhafte Bild der r\u00f6mischen Besiedlung im oberen Murtal deutlich. Die geophysikalischen Messungen best\u00e4tigten die Existenz von zumindest f\u00fcnf, bis dahin unbekannter r\u00f6mischer Siedlungen. Durch die Grabungen konnten schlie\u00dflich zwei davon in Mariahof und Vockenberg zweifelsfrei nachgewiesen werden. Diese stellen somit die ersten wissenschaftlich untersuchten r\u00f6mischen Siedlungen im gesamten geographischen Raum des Neumarkter Hochtals dar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Literatur:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Helmut Vrabec, Geophysikalische Prospektion im Neumarkter Hochtal \u2013 Ein Vorbericht, Forum Archaeologiae \u2013\u00a0Zeitschrift f\u00fcr klassische Arch\u00e4ologie 99\/VI\/2021<\/p>\n<\/div><\/section>\n<div  class='avia-button-wrap av-av_button-a86c26721083e60ce7468c50900b09fe-wrap avia-button-center  avia-builder-el-1  el_after_av_textblock  avia-builder-el-last '><a href='http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Kleine-Zeitung-05.-10.-2021.pdf'  class='avia-button av-av_button-a86c26721083e60ce7468c50900b09fe av-link-btn avia-icon_select-yes-left-icon avia-size-small avia-position-center avia-color-theme-color'  target=\"_blank\"  rel=\"noopener noreferrer\" ><span class='avia_button_icon avia_button_icon_left' aria-hidden='true' data-av_icon='\ue832' data-av_iconfont='entypo-fontello'><\/span><span class='avia_iconbox_title' >Presse<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":4635,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4828"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4828"}],"version-history":[{"count":9,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4828\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4870,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4828\/revisions\/4870"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4635"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4828"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}