{"id":4860,"date":"2022-01-12T15:28:57","date_gmt":"2022-01-12T15:28:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/?page_id=4860"},"modified":"2022-01-12T16:19:13","modified_gmt":"2022-01-12T16:19:13","slug":"geophysikalische-prospektion-im-neumarkter-hochtal","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/?page_id=4860","title":{"rendered":"Geophysikalische Prospektion im Neumarkter Hochtal"},"content":{"rendered":"<section  class='av_textblock_section av-av_textblock-0366cc7376be6c9e82a3e9cc8987b64f '   itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/CreativeWork\" ><div class='avia_textblock'  itemprop=\"text\" ><p>ISBE-Forschungsprojekt<\/p>\n<p><strong><em>Die R\u00f6merzeit im oberen Murtal und seinen Nebent\u00e4lern<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Geophysikalische Prospektion Neumarkter Hochtal\u00a0<\/strong>(\u00a9<em>Helmut Vrabec\/ISBE<\/em>)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das\u00a0<em>Institut f\u00fcr s\u00fcdostalpine Bronze- und Eisenzeitforschung ISBE<\/em>\u00a0hat im M\u00e4rz 2021 mit geophysikalischen Prospektionen im Neumarkter Hochtal begonnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen des mehrj\u00e4hrigen Forschungsprojektes\u00a0<strong><em>Die R\u00f6merzeit im oberen Murtal und seinen Nebent\u00e4lern<\/em><\/strong>\u00a0sollen unter der Leitung von\u00a0<em>Helmut Vrabec BA MA\/ISBE<\/em>\u00a0zahlreiche auf Luftbildern\/Orthofotos erkennbare k\u00fcnstliche Strukturen (sogenannte Bewuchsanomalien) prim\u00e4r mittels geophysikalischer Messungen untersucht werden. Diese Luftbilder wurden im Sommer 2013 vom Land Steiermark (<em>Abt. 17 Referat Statistik und Geoinformation<\/em>) aufgenommen. Die Forschungen werden dankenswerterweise vom\u00a0<em>Bundesdenkmalamt<\/em>\u00a0gef\u00f6rdert und in Kooperation mit dem\u00a0<a href=\"http:\/\/www.histak.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Historischen Arbeitskreis Neumarkt HISTAK<\/em><\/a>\u00a0durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei einem Gro\u00dfteil der sehr deutlich erkennbaren Strukturen in der Region des oberen Murtals und seinen Nebent\u00e4lern darf eine Datierung in die r\u00f6mische Kaiserzeit vermutet werden. Mit der Best\u00e4tigung dieser Annahme durch die geplanten Untersuchungen wird sich das arch\u00e4ologische Bild dieser bisher in Bezug auf die provinzialr\u00f6mische Arch\u00e4ologie stark unterrepr\u00e4sentierten Region deutlich ver\u00e4ndern.<\/p>\n<div id=\"attachment_4637\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Mariahof_web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4637\" class=\"size-medium wp-image-4637\" src=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Mariahof_web-300x225.jpg\" alt=\"Geophysikalische Messungen in Mariahof\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Mariahof_web-300x225.jpg 300w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Mariahof_web-768x576.jpg 768w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Mariahof_web-705x529.jpg 705w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Mariahof_web-450x338.jpg 450w, http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Mariahof_web.jpg 886w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-4637\" class=\"wp-caption-text\"><em>Geophysikalische Messungen in Mariahof<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer ersten Phase (15.-19. M\u00e4rz 2021) wurden sieben signifikante Fundverdachtsfl\u00e4chen im Neumarkter Hochtal mittels Bodenmagnetikmessungen (<em>Ausf\u00fchrung: Mag. Dr.\u00a0 Volker Lindinger\/ <a href=\"https:\/\/www.ardig.at\/leistungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ARDIG Arch\u00e4ologischer Dienst GesmbH<\/a><\/em>) untersucht. Nach einer Erstbeurteilung zeichneten sich hierbei gro\u00dfartige und zum Teil unerwartete Ergebnisse ab:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In\u00a0<strong>Vockenberg<\/strong>\u00a0wurden beispielsweise Mauerstrukturen eines gro\u00dffl\u00e4chigen r\u00f6mischen Siedlungsareals nachgewiesen. Die Geb\u00e4udereste d\u00fcrften den gesamten Bereich der im Gel\u00e4nde erkennbaren Erh\u00f6hung einnehmen und konnten wegen ihrer weit voneinander entfernten Lage bislang noch nicht vollst\u00e4ndig erfasst werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im Bereich von\u00a0<strong>Mariahof<\/strong>\u00a0konnten die auf den Luftbildern sichtbaren arch\u00e4ologischen Befunde verifiziert werden. Es handelt sich hierbei ebenfalls um eine gro\u00dfr\u00e4umige r\u00f6merzeitliche Siedlungsstelle mit dazugeh\u00f6rigen Grabbezirken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht weit davon entfernt, im Ortsgebiet des heutigen\u00a0<strong>Adendorf<\/strong>\u00a0deuten die Messungen von nicht eindeutig interpretierbaren Trockenmarken einen weiteren gro\u00dfen Geb\u00e4udekomplex an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Ortsgebiet von\u00a0<strong>Lessach<\/strong>\u00a0im Raum St. Blasen sowie bei\u00a0<strong>Wildbad Ein\u00f6d<\/strong>\u00a0best\u00e4tigten und erg\u00e4nzten die Messungen gleichfalls die Zuordnung der auf dem Orthofoto erkennbaren Bewuchsmerkmale.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem wurden zwei weitere Verdachtsfl\u00e4chen mit \u00dcberresten abgekommener Bauten in\u00a0<strong>Kalsdorf<\/strong>\u00a0und\u00a0<strong>Tauchendorf<\/strong>\u00a0untersucht, die an einer Wegverbindung in das G\u00f6rtschitztal liegen. Eine chronologische Zuordnung in die R\u00f6merzeit bleibt jedoch vor einer eingehenderen Auswertung der Messergebnisse offen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt kann festgehalten werden, dass durch die Untersuchungen an jeder der prospektierten Stellen die durch die Bewuchsmerkmale vermuteten Geb\u00e4udereste nicht nur erfolgreich verifiziert, sondern auch das Wissen \u00fcber die \u00e4u\u00dfere und innere Struktur der Anlagen erheblich erweitert wurden. Damit bilden sie eine fundierte Grundlage f\u00fcr die im Rahmen des Forschungsprojektes\u00a0<strong><em>Die R\u00f6merzeit im oberen Murtal und seinen Nebent\u00e4lern<\/em><\/strong>\u00a0geplanten weiteren arch\u00e4ologischen Ma\u00dfnahmen zur Untersuchung der r\u00f6merzeitlichen Besiedelung der Region.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Literatur:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Helmut Vrabec, Geophysikalische Prospektion im Neumarkter Hochtal \u2013 Ein Vorbericht, Forum Archaeologiae \u2013\u00a0Zeitschrift f\u00fcr klassische Arch\u00e4ologie 99\/VI\/2021<\/em><\/p>\n<\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":4635,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4860"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4860"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4860\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4869,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4860\/revisions\/4869"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4635"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.isbe-archaeologie.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4860"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}